Montag, 14. Mai 2012

Cesar Manrique - typisch kanarische Kunst

Cesar Manrique, dem "Hauskünstler" der Kanaren, ist viel zu verdanken - er verschrieb sich dem Landschaftsschutz und sorgte unter anderem auf Lanzarote dafür, dass die Insel werbefrei ist udn bleibt. Manriques Idee war es, einen den Inseln und der Landschaft angepassten Architekturstil zu etablieren und eine Form des sanften Toursimus für die Kanaren zu erreichen. Große Betonklötze waren ihm mehr als nur ein Dorn im Auge und nach wie vor wird aufgrund seines verhindernden Einflusses in der Tourismusindustrie spekuliert, ob sein Tod
unter schwer nachvollziehbaren Umständen möglicherweise herbeigeführt wurde und der vermeitliche Unfall am 25.9.1992 möglicherweise ein versteckter Mord war. Immerhin dauerte die Bergung des Künstlers und Architekten aus dessen Jaguar länger als eine Stunde - der Unfall geschah 200 Meter vor seiner Haustür auf einer als gefährlich bekannten Kreuzung, für die Manrique einen (mittlerweile eingerichteten) Kreisverkehr forderte. Sein Erdgrab kann, beispielsweise nach dem Besuch des Samstagsmarktes in Haria, auf dem Friedhof am Ortsausgang Richtung Inselmitte/Teguise besichtigt werden.

 Manrique jedenfalls war nicht überall beliebt, wenngleich heute kaum ein Canario den Ärger über die Erlasse und Verbote im Bereich des Tourismus eingestehen würde - kollektiv ist man stolz auf en in den späten Sechzigern zurückgekehrten verlorenen Sohn der Insel, der aus New York moderne Kunst und Architektur mitbrachte. Manrique ließ sich, ganz seiner Vorstellung von der Co-Existenz zwischen Mensch und Natur entsprechend, in unterirdisch verästelten Lavablasen nieder, die von außen als Wohnraum zunächst nicht erkennbar sind. Dort, unterhalb des unfruchtbaren Lavafeldes, baute Manrique, wie an so vielen anderen Orten der Insel, den Untergrund aus, gestaltete ihn künstlerisch und wirkte auch über den Moment hinaus, indem er Schüler in der Kunst der durch Picasso und Miro geprägten Stilrichtung der Postmoderne weiter ausbildete.


Jameos del Agua
Die weiße Lavablase in der Fundacion cesar Manrique - Tahiche (Taro de Tahiche)

Manriques EInfluss auf die Architektur und die Kunst auf den Inseln war groß, Luis Morera - einer der Schüler von Manrique - widmete beispielsweise der Flora und Fauna der Inseln des Archipels seine Plaza Glorieta in Las Manchas auf La Palma - versteckt und nahezu ohne, dass den besucher große Erwartungen hätten ereilen könne,  eröffnet sich der Platz dem Besucher in seiner ganzen Schönheit und all seinen liebevollen details spektakulär an der Westküste der Insel.




La Plaza Glorieta


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